Hun­de­fut­ter: Die rich­ti­ge Ernäh­rung für Dei­nen Hund

Man ist was man isst, trifft nicht nur auf Men­schen zu. Eine gesun­de, bedarfs­ge­rech­te und hoch­wer­ti­ge Ernäh­rung ist auch für Hun­de wich­tig für ein lan­ges gesun­des Hun­de­le­ben. Im Han­del gibt es eine unüber­schau­ba­re Men­ge an ver­schie­dens­tem Hun­de­fut­ter und die Aus­wahl nimmt immer wei­ter zu.

Aber für wel­ches Hun­de­fut­ter soll­test Du Dich ent­schei­den? Bei die­ser Fra­ge schei­den sich oft die Geis­ter und es wird viel dis­ku­tiert. Eini­ge Hun­de­hal­ter schwö­ren auf Fer­tig­fut­ter, ande­re hal­ten Fer­tig­fut­ter für Hun­de für unge­sund und kochen selbst oder BAR­Fen ihre Hun­de.

Aber egal ob Nass­fut­ter, Tro­cken­fut­ter, Misch­fut­ter, selbst gekoch­te Ratio­nen oder Roh­fut­ter (BARF) — gene­rell ist eine art­ge­rech­te Hun­de­er­näh­rung mit all die­sen Kon­zep­ten mög­lich, wenn man ein paar grund­sätz­li­che Din­ge beach­tet. Wir zei­gen Dir, was Du bei der Aus­wahl des rich­ti­gen Hun­de­fut­ters für Dei­nen Hund beach­ten musst und wel­che Form der Füt­te­rung wel­che Vor­tei­le und Nach­tei­le mit sich bringt.

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Hun­de­nah­rung: Das rich­ti­ge Hun­de­fut­ter für Dei­nen Hund

Wie soll­te eine aus­ge­wo­ge­ne Hun­de­er­näh­rung aus­se­hen?

Die wil­den Vor­fah­ren unse­rer Hun­de ernähr­ten sich haupt­säch­lich von ande­ren Tie­ren, die sie bei der Jagd erbeu­te­ten. Ihre Beu­te ver­speis­ten sie in der Regel (fast) kom­plett, inklu­si­ve Darm­in­halt und Knor­pel und teil­wei­se auch Kno­chen. Auf die­sem Wege nah­men sie also sowohl tie­ri­sche Pro­te­ine aus dem Fleisch, Vit­ami­ne und Spu­ren­ele­men­te aus den inne­ren Orga­nen, Kal­zi­um aus den Kno­chen, als auch pflanz­li­che Nähr- und Bal­last­stof­fe aus dem Darm­in­halt auf. Ihre Ver­dau­ung ist damit nicht nur auf tie­ri­sche Nah­rung aus­ge­legt, wovon vie­le Men­schen aus­ge­hen.

Außer­dem haben sich unse­re Hun­de im Ver­lau­fe der Domes­ti­zie­rung durch den Men­schen auch an unse­re Ess­ge­wohn­hei­ten, und an durch unse­re Land­wirt­schaft ver­füg­ba­res Fut­ter, ange­passt. Hun­de gehö­ren damit mitt­ler­wei­le eher zu den Alles­fres­sern als zu den Fleisch­fres­sern.

Genau wie wir Men­schen braucht der Hund also eine gan­ze Palet­te von Nähr­stof­fen, um sei­nen täg­li­chen Bedarf zu decken. Genau­er gesagt brau­chen Hun­de Pro­te­ine, Fet­te, Koh­len­hy­dra­te, Vit­ami­ne, Mine­ral­stof­fe und Was­ser im rich­ti­gen Men­gen­ver­hält­nis zuein­an­der.

Grund­sätz­lich dür­fen auf einem aus­ge­wo­ge­nen Spei­se­plan eines Hun­des fol­gen­de Kom­pe­ten­ten ste­hen:

  • Fleisch und Inne­rei­en
  • Gemü­se (kein Lauch, Zwie­beln oder Knob­lauch)
  • Obst (kei­ne Trau­ben und Avo­ca­dos)
  • Getrei­de
  • Milch­pro­duk­te wie But­ter­milch, Joghurt, Hüt­ten­kä­se oder Quark (vor­aus­ge­setzt der Hund ver­trägt Milch­zu­cker (Lak­to­se))
  • Eier (auch inkl. Scha­le)
  • Kalt­ge­press­te Öle
  • Kräu­ter
  • Fut­ter­zu­sät­ze (Mine­ra­li­en und Vit­ami­ne)

Die genaue Men­ge an den jewei­li­gen Kom­po­nen­ten, die ein Hund benö­tigt, hän­gen von sei­nem indi­vi­du­el­len Nähr­stoff­be­darf ab. Oft fin­det man in der Lite­ra­tur als Faust­for­mel, dass bei einem durch­schnitt­li­chen Hund etwa 80% des Hun­de­fut­ters aus tie­ri­schen Bestand­tei­len (Fleisch und Inne­rei­en) bestehen soll­te. 2–3% der Rati­on soll­ten aus sons­ti­gen Zuta­ten bestehen, wie kalt­ge­press­te Öle, Kräu­ter, Kal­zi­um und ande­re Mine­ra­li­en und Vit­ami­ne. Der Rest der Rati­on besteht dann aus pflanz­li­chen Bestand­tei­len wie Obst, Gemü­se und Getrei­de.

Solan­ge der indi­vi­du­el­le Nähr­stoff­be­darf des Hun­des berück­sich­tigt wird und das Hun­de­fut­ter aus hoch­wer­ti­gen Zuta­ten besteht, ist aber durch­aus auch eine ande­re Zusam­men­set­zung des Hun­de­fut­ters mög­lich.

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Wie fin­de ich das rich­ti­ge Hun­de­fut­ter für mei­nen Hund?

Egal ob Nass­fut­ter, Tro­cken­fut­ter, Misch­fut­ter, selbst gekoch­tes Hun­de­fut­ter oder Roh­fut­ter (BARF) — gene­rell ist eine art­ge­rech­te Hun­de­er­näh­rung mit all die­sen Kon­zep­ten mög­lich. Haupt­sa­che die Ernäh­rung ist auf den jewei­li­gen Hund abge­stimmt, das Fut­ter wird aus hoch­wer­ti­gen Zuta­ten her­ge­stellt und ent­hält kei­ne schäd­li­chen Inhalts­stof­fe.

Hunde artgerecht füttern
Hun­de­fut­ter beein­flusst die Gesund­heit Dei­nes Hun­des

Wie wir Men­schen auch, hat jeder Hund sei­nen ganz eige­nen indi­vi­du­el­len Nähr­stoff­be­darf. Wird die­ser nicht berück­sich­tigt, kann es bei Dei­nem Hund zu Krank­hei­ten durch Fehl­ver­sor­gun­gen kom­men. Sowohl ein Man­gel als auch eine Über­ver­sor­gung mit bestimm­ten Nähr­stof­fen kann Dei­nem Hund scha­den.

Wel­ches Hun­de­fut­ter das rich­ti­ge für Dei­nen Hund ist, hängt also von Dei­nem Hund ab, genau­er gesagt von sei­nem indi­vi­du­el­len Nähr­stoff­be­darf. Die­ser wird von fol­gen­den Fak­to­ren beein­flusst:

  • Ras­se des Hun­des
  • Grö­ße und Gewicht des Hun­des
  • Alter des Hun­des (Wel­pe, Adult oder Seni­or)
  • Akti­vi­täts­ni­veau des Hun­des (Couch­po­ta­to oder Sport­hund)
  • Gesund­heit des Hun­des (Unver­träg­lich­kei­ten, All­er­gien, Krank­hei­ten)

Abge­se­hen von die­sen hun­de­be­zo­ge­nen Fak­to­ren, spie­len bei Wahl des rich­ti­gen Hun­de­fut­ters auch Dei­ne Vor­lie­ben eine Rol­le. Die ver­schie­de­nen Ernäh­rungs­kon­zep­te (Tro­cken­fut­ter, Nass­fut­ter Misch­fut­ter, selbst gekoch­tes oder Roh­fut­ter) sind näm­lich sowohl unter­schied­lich auf­wen­dig, als auch unter­schied­lich teu­er.

Die­ses Video fasst die unter­schied­li­chen Fak­to­ren noch ein­mal kurz zusam­men und geht auf den Wan­del in der Hun­de­er­näh­rung ein:

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Roh, tro­cken oder aus der Dose: Wel­che Arten von Hun­de­fut­ter gibt es?

Indus­tri­ell her­ge­stell­tes Hun­de­fut­ter wird in Deutsch­land am häu­figs­ten ver­füt­tert. Beim Fer­tig­hun­de­fut­ter unter­schei­det man in der Regel zwi­schen zwei Arten: Nass­fut­ter und Tro­cken­fut­ter. Wie der Name es bereits ver­mu­ten lässt, unter­schei­den sich die­se bei­den Hun­de­fut­ter­ar­ten in ihrem Was­ser­ge­halt.

Mitt­ler­wei­le bevor­zu­gen es vie­le Hun­de­be­sit­zer die Nah­rung für ihren Hund selbst zuzu­be­rei­ten. Auch hier­bei gibt es ver­schie­de­ne Vari­an­ten. Man­che Hun­de­be­sit­zer mischen indus­tri­el­les Fer­tig­fut­ter mit wei­te­ren fri­schen Zuta­ten, kochen die gesam­te Mahl­zeit für ihren Lieb­ling selbst oder stel­len rohe Bestand­tei­le frisch (oder aus der Gefrier­tru­he) zusam­men.

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Tro­cken­fut­ter für Hun­de

Hun­de­tro­cken­fut­ter gibt es in den ver­schie­dens­ten Vari­an­ten. Die Füt­te­rung mit Tro­cken­fut­ter ist die belieb­tes­te Füt­te­rungs­form für Hun­de, da sie zeit­spa­rend, platz­spa­rend und prak­tisch ist. Die ein­zel­nen Fut­ter­ra­tio­nen kön­nen ohne Pro­ble­me genau abge­mes­sen wer­den und sogar auf Rei­sen lässt sich die­se Füt­te­rungs­form sehr ein­fach rea­li­sie­ren.

Für die Her­stel­lung von Tro­cken­fut­ter wer­den die Fut­ter­zu­ta­ten, getrock­net, gemah­len, gekne­tet und zu unter­schied­lich gro­ßen Tro­cken­fut­ter­stü­cken oder Flo­cken gepresst. Die­se Stü­cke wer­den als Pel­lets, Bis­kuits oder Kro­ket­ten bezeich­net. Das fer­ti­ge Hun­de­tro­cken­fut­ter besteht ent­we­der aus ein­heit­li­chen Kro­ket­ten oder aus einem Gemisch. Je nach Grö­ße des Hun­des soll­te ent­spre­chend auch die Kro­ket­ten­grö­ße des Hun­de­tro­cken­fut­ters aus­ge­wählt wer­den: Klei­ne Hun­de kön­nen klei­ne­re Kro­ket­ten bes­ser kau­en. Für grö­ße­re Hun­de eig­nen sich auch grö­ße­re Kro­ket­ten.

Tro­cken­fut­ter für Hun­de hat nur einen gerin­gen Feuch­tig­keits­an­teil (von etwa 3 bis 14%). Dadurch ist Tro­cken­fut­ter lan­ge halt­bar, teil­wei­se über meh­re­re Jah­re. Durch die har­te Kon­sis­tenz des Fut­ters, müs­sen Hun­de beim Fres­sen des Tro­cken­fut­ters mehr kau­en als bei wei­che­rem Nass­fut­ter. Dies sorgt wäh­rend des Fres­sen auch für die Zahn­pfle­ge durch Abrei­ben von Zahn­be­lä­gen und stärkt die Kau­mus­ku­la­tur.

Trockenfutter für Hunde verschiedene Kroketten
Tro­cken­fut­ter für Hun­de

Aller­dings musst Du bei der Füt­te­rung von Hun­de­tro­cken­fut­ter unbe­dingt dar­auf ach­ten, dass Dei­nem Hund immer genü­gend fri­sches Trink­was­ser zur Ver­fü­gung steht und er auch genug Flüs­sig­keit zu sich nimmt. Neigt Dein Hund dazu wenig zu trin­ken, soll­test Du zusätz­lich Nass­fut­ter füt­tern.

Durch sei­ne Her­stel­lung ist Tro­cken­fut­ter deut­lich ener­gie­rei­cher als die glei­che Men­ge an Nass­fut­ter. Das muss unbe­dingt bei der Berech­nung der rich­ti­gen Fut­ter­ra­ti­on Dei­nes Hun­des berück­sich­tigt wer­den.

Es gibt bei Tro­cken­fut­ter zwei Her­stel­lungs­ver­fah­ren: kalt­ge­press­tes Tro­cken­fut­ter und extru­dier­tes Tro­cken­fut­ter.

Kalt­ge­press­tes Hun­de­tro­cken­fut­ter wird, wie der Name schon sagt, ohne zusätz­li­chen Ein­satz von Hit­ze her­ge­stellt. Die Fut­ter­zu­ta­ten wer­den nur getrock­net, gemah­len und durch Druck gepresst. Dadurch blei­ben die Zuta­ten ursprüng­li­cher und behal­ten so in der Regel ihre natür­li­chen Vit­ami­ne. Aller­dings kann die­se Art der Her­stel­lung zu einem man­gel­haf­ten Auf­schluss der ein­zel­nen Fut­ter­kom­po­nen­ten füh­ren. Auch kann es pas­sie­ren, dass durch die­se nied­ri­ge­ren Ver­ar­bei­tungs­tem­pe­ra­tu­ren Kei­me im Fut­ter nicht voll­stän­dig abge­tö­tet wer­den.

Extru­dier­tes Hun­de­tro­cken­fut­ter ist die Alter­na­ti­ve zu kalt­ge­press­tem Hun­de­fut­ter. Wäh­rend bei der Her­stel­lung von kalt­ge­press­tem Hun­de­fut­ter ohne zusätz­li­che Hit­ze gear­bei­tet wird, ent­ste­hen beim Extru­die­ren durch Zufüh­ren von Was­ser­dampf höhe­re Tem­pe­ra­tu­ren (bis zu 120 Grad). Die­ses Ver­fah­ren sorgt dadurch für einen höhe­ren Auf­schluss­grad der Fut­ter­zu­ta­ten. Dies ist eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung dafür, dass Gemü­se und Getrei­de für den Hund gut ver­dau­lich wer­den. Das erhöht auch die Ver­träg­lich­keit des Fut­ters. Außer­dem wer­den durch die hohen Tem­pe­ra­tu­ren Kei­me in der Regel kom­plett abge­tö­tet.

Emp­feh­lens­wer­tes Hun­de­tro­cken­fut­ter für adul­te Hun­de:

Ande­res belieb­tes Tro­cken­fut­ter für Hun­de

Belieb­tes Hun­de­tro­cken­fut­ter für Wel­pen:

Belieb­tes Hun­de­tro­cken­fut­ter für alte Hun­de:

Nass­fut­ter für Hun­de

Bei der Her­stel­lung von Nass­fut­ter (auch Feucht­fut­ter genannt) wer­den die Zuta­ten zer­klei­nert, gemischt und in ver­schlos­se­ne Dosen, Scha­len oder Tüten abge­füllt und erhitzt (ste­ri­li­siert).

Nass­fut­ter hat einen höhe­ren Was­ser­an­teil (min­des­tens 60% bis 80%) als Tro­cken­fut­ter und ist meist in Dosen oder Schäl­chen erhält­lich. Der höhe­re Was­ser­an­teil macht das Fut­ter für den Hund leich­ter zu schlu­cken und ver­stärkt natür­lich auch den Geschmack. Daher bevor­zu­gen vie­le Hun­de Nass­fut­ter.

Für Hun­de, die dazu nei­gen zu wenig zu Trin­ken, ist Nass­fut­ter auf jeden Fall emp­feh­lens­wert.

Nassfutter für Hunde
Nass­fut­ter für Hun­de

Oft kau­en Hun­de ihr Nass­fut­ter kaum bis gar nicht und selbst wenn, ist es so weich, dass ihnen dadurch der Abrieb von Zahn­stein fehlt und die Kau­mus­keln nicht aus­rei­chend trai­niert wer­den. Daher ist es bei rei­ner Nass­fut­ter­füt­te­rung sinn­voll, Dei­nem Hund zusätz­lich Kau­ar­ti­kel zu geben.

Durch die gerin­ge­re Nähr­stoff­kon­zen­tra­ti­on im Nass­fut­ter im Gegen­satz zum Tro­cken­fut­ter, muss der Hund grö­ße­re Men­gen Nass­fut­ter bekom­men, als Tro­cken­fut­ter, um sei­nen indi­vi­du­el­len Nähr­stoff­be­darf zu decken.

Nass­fut­ter für Hun­de ist im Gegen­satz zu Tro­cken­fut­ter, nicht so lan­ge halt­bar. Inner­halb von 2–3 Tagen nach dem Öff­nen soll­test Du Nass­fut­ter ver­füt­tert haben. Außer­dem soll­te es nach dem Öff­nen kühl gela­gert wer­den.

Wenn Du Dei­nen Hund gesund und hoch­wer­tig ernäh­ren möch­test, emp­feh­len wir Dir das Pre­mi­um Nass­fut­ter von Ani­fit. War­um erfährst Du hier: Unse­re Erfah­run­gen zum Ani­fit Hun­de­fut­ter.

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Ande­res belieb­tes Nass­fut­ter für adul­te Hun­de:

Ande­res belieb­tes Nass­fut­ter für Wel­pen:

Ande­res belieb­tes Nass­fut­ter für alte Hun­de:

Ein­zel­fut­ter­mit­tel vs. Allein­fut­ter­mit­tel

Bei Fer­tig­hun­de­fut­ter kann man zwi­schen Allein­fut­ter­mit­tel (Kom­plett­nah­rung) und Ein­zel­fut­ter­mit­tel unter­schei­den.

Ein­zel­fut­ter­mit­tel (wie bei­spiels­wei­se Rein­fleisch­do­sen) eig­nen sich nicht zur allei­ni­gen Ernäh­rung Dei­nes Hun­des. Wür­dest Du Dei­nen Hund nur mit einem Ein­zel­fut­ter­mit­tel füt­tern, wür­de er nicht mit allen Nähr­stof­fen ver­sorgt wer­den, die er braucht.

Emp­feh­lens­wer­te Ein­zel­fut­ter­mit­tel für Hun­de:

Allein­fut­ter­mit­tel sind Mischun­gen aus meh­re­ren Ein­zel­fut­ter­mit­teln, die so zusam­men gestellt wur­den, dass sie einen durch­schnitt­li­chen Hund jeden Tag mit allen nöti­gen Nähr­stof­fen ver­sor­gen. Du kannst Dei­nen Hund also aus­schließ­lich mit einem Allein­fut­ter­mit­tel ernäh­ren, ohne dass er mit Nähr­stof­fen über oder unter­ver­sorgt wird.

Emp­feh­lens­wer­te Allein­fut­ter­mit­tel für Hun­de:

Hun­de­fut­ter für Hun­de mit spe­zi­el­len Bedürf­nis­sen

Natür­lich ist nicht jeder Hund der typi­sche Durch­schnitts­hund für den die meis­ten Fut­ter­mit­tel kon­zi­piert wur­den. Daher gibt es auch fer­ti­ge Fut­ter­mit­tel deren Inhalts­stof­fe genau auf spe­zi­el­le Bedürf­nis­se bestimm­ter Hun­de abge­stimmt sind: bei­spiels­wei­se auf Hun­de mit spe­zi­el­len Krank­hei­ten Unver­träg­lich­kei­ten oder All­er­gien.

Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se auch spe­zi­el­les Diät­fut­ter für über­ge­wich­ti­ge Hun­de, die abneh­men müs­sen, Wel­pen­fut­ter, Fut­ter für träch­ti­ge Hün­din­nenHun­de­fut­ter für All­er­gi­ker, Hun­de­fut­ter für Hun­de mit Unver­träg­lich­kei­ten oder Hun­de­fut­ter für Hun­de mit Erkran­kun­gen und Stoff­wech­sel­stö­run­gen wie bei­spiels­wei­se Nie­ren­er­kran­kun­gen oder Durch­fall. Bestimm­tes Fleisch eig­net sich näm­lich bei eini­gen Krank­heits­bil­dern bes­ser als bei ande­ren. Bei­spiels­wei­se ent­hält eine Nie­ren­di­ät für Hun­de weni­ger Pro­te­in als her­kömm­li­ches Fut­ter.

Sin­gle-Pro­te­in / Mono­pro­te­in Hun­de­fut­ter ist Fut­ter für des­sen Her­stel­lung nur eine tie­ri­sche Pro­te­in­quel­le ver­wen­det wur­de. Die­ses Fut­ter eig­net sich beson­ders für sen­si­ble Hun­de und Hun­de mit Fut­ter­mit­tel­all­er­gien und Unver­träg­lich­kei­ten.

Natür­lich gibt es auch Hun­de­fut­ter, das spe­zi­ell für alters- oder ras­se­be­ding­te Ansprü­che oder für Hun­de mit hohem Akti­vi­täts­le­vel kon­zi­piert ist.

Der Nähr­stoff­be­darf jun­ger Hun­de unter­schei­det sich deut­lich von dem von Senio­ren. Jun­ge Hun­de befin­den sich näm­lich im Wachs­tum, sind viel akti­ver und brau­chen daher einen höhe­ren Pro­te­in- und Mine­ral­stoff­ge­halt als ande­re Hun­de. Spe­zi­el­les Wel­pen­fut­ter wird gege­ben bis der Hund aus­ge­wach­sen ist. Das ist je nach Hun­de­ras­se in der Regel zwi­schen dem 12. bis 18. Lebens­mo­nat der Fall. Danach kann das Fut­ter in der Regel auf Hun­de­fut­ter für Adul­te Hun­de umge­stellt wer­den.

Erreicht ein Hund das Senio­ren­al­ter mit etwa 8 Jah­ren (je Grö­ßer der Hund, des­to schnel­ler ist das der Fall), macht wegen sin­ken­dem Ener­gie­be­darf oft die Umstel­lung auf Fut­ter mit gerin­ge­rem Nähr­stoff­ge­halt Sinn. Damit wird einer Gewichts­zu­nah­me durch zu hohe Ener­gie­zu­fuhr ent­ge­gen­ge­wirkt. Wür­dest Du ein­fach nur die Fut­ter­men­ge Dei­nes Seni­ors redu­zie­ren, reicht die Men­ge des Fut­ters sehr wahr­schein­lich nicht mehr aus, um Dei­nen Hund zu sät­ti­gen.

Bio-Hun­de­fut­ter

Dank ver­schie­dens­ter Lebens­mit­tel­skan­da­le und über­mä­ßi­gem Ein­satz von Anti­bio­ti­ka in der kon­ven­tio­nel­len Tier­hal­tung ‚grei­fen immer mehr Men­schen nicht nur für ihre eige­ne Ernäh­rung zu Bio-Pro­duk­ten. Auch Bio-Hun­de­fut­ter gewinnt zuneh­mend an Beliebt­heit. Die Zuta­ten für die­se Art von Fer­tig­fut­ter wer­den nach stren­ge­ren Vor­schrif­ten pro­du­ziert und kon­trol­liert als Zuta­ten aus  kon­ven­tio­nel­ler Land­wirt­schaft.

Hoch­wer­ti­ges Fer­tig­hun­de­fut­ter erken­nen: Wor­auf muss ich ach­ten?

Für eine gesun­de Hun­de­er­näh­rung muss das Hun­de­fut­ter neben bedarfs­ge­recht für jeden jewei­li­gen Hund, natür­lich auch aus hoch­wer­ti­gen Zuta­ten her­ge­stellt sein. Um hoch­wer­ti­ges Hun­de­fut­ter zu erken­nen ist der Blick auf das Eti­kett des Fut­ters beson­ders wich­tig.

Fut­ter­mit­tel­her­stel­ler sind in Deutsch­land dazu ver­pflich­tet, ver­schie­de­ne Daten anzu­ge­ben. Dazu gehö­ren:

  • Name und Anschrift des Her­stel­lers
  • Her­stel­lungs­da­tum oder Min­dest­halt­bar­keits­da­tum
  • Fut­ter­na­me
  • Net­to­ge­wicht
  • Inhaltsstoffe/Zusammensetzung
  • Ana­ly­ti­sche Bestand­tei­le / Ween­der Fut­ter­mit­tel­ana­ly­se

Die­se Anga­ben soll­ten also auf kei­nem Hun­de­fut­ter feh­len. Soll­te das doch der Fall sein, ist vom Kauf des Fut­ters abzu­ra­ten, da das nicht für einen seriö­sen Her­stel­ler spricht.

Wie erkennt man hochwertiges Hundefutter
Wie erkennt man hoch­wer­ti­ges Hun­de­fut­ter?

Inhalts­stof­fe des Hun­de­fut­ters

Die Inhalts­stof­fe von Hun­de­fut­ter sind wie bei Nah­rungs­mit­tel für Men­schen auch, in abstei­gen­der Rei­hen­fol­ge auf­ge­lis­tet. Was an ers­ter Stel­le bei der Zusam­men­set­zung steht, macht also auch den größ­ten Anteil im Hun­de­fut­ter aus. Aller­dings kann es je nach Art der Dekla­ra­ti­on Ver­schie­bun­gen bei der tat­säch­li­chen Zusam­men­set­zung geben. Das hängt davon ab, ob es sich um eine offe­ne oder geschlos­se­ne Dekla­ra­ti­on han­delt.

Bei einer offe­nen Dekla­ra­ti­on wer­den ein­zel­ne Zuta­ten auf­ge­führt, bei­spiels­wei­se Mais, Gers­te, Wei­zen. Bei einer geschlos­se­nen Dekla­ra­ti­on sind die­se Zuta­ten bei­spiels­wei­se als „Getrei­de“ oder noch schwam­mi­ger als „Getrei­de und pflanz­li­che Neben­er­zeug­nis­se“ zusam­men­ge­fasst. Ein zusam­men­ge­fass­ter Pos­ten rückt natür­lich ent­spre­chend wei­ter nach vor­ne in der Inhalts­stoff­lis­te.

Hin­ter unklar for­mu­lier­ten Inhalts­stof­fen kön­nen sich lei­der auch Bestand­tei­le ver­ber­gen, die nicht unbe­dingt in ein gesun­des Hun­de­fut­ter gehö­ren wie bei­spiels­wei­se schwer oder kaum ver­dau­li­che Stof­fe, Abfall (Tier­kör­per­mehl, Brau­gers­te, Hufe, Hör­ner, Fell und Federn, Holz­schnip­sel und zer­klei­ner­te Erd­nuss­scha­len), Zucker und ande­re Zuta­ten. Anga­ben wie „tie­ri­sche Neben­er­zeug­nis­se“, „pflanz­li­che Neben­er­zeug­nis­se“ oder „Fleisch­mehl“ kön­nen auf sol­che Inhalts­stof­fe hin­wei­sen. Daher ist es sinn­voll, Hun­de­fut­ter mit klar dekla­rier­ten Inhalts­stof­fen aus­zu­wäh­len, beson­ders wenn Dein Hund unter Unver­träg­lich­kei­ten oder All­er­gien lei­det.

Der Haupt­be­stand­teil von Hun­de­fut­ter soll­te immer Fleisch (oder Fisch) sein. An ers­ter Stel­le der Zusam­men­set­zungs­lis­te soll­te also unbe­dingt Fleisch oder Fisch ste­hen — wobei auch hier auf die For­mu­lie­rung geach­tet wer­den soll­te. Rind­fleisch spricht wirk­lich für fri­sches Rind­fleisch. Hin­ter Fleisch­mehl kann sich wie­der etwas ganz ande­res ver­ste­cken. Am bes­ten ist sogar die Ver­wen­dung von Fleisch (und ande­ren Zuta­ten) in Lebens­mit­tel­qua­li­tät.

Unter Fleisch ver­steht man übri­gens nur das Mus­kel­ge­we­be der Schlacht­tie­re. Fleisch ent­hält wich­ti­ge Ami­no­säu­ren und Pro­te­ine, die für Dei­nen Hund hoch­ver­dau­lich sind. Inne­re Orga­ne haben oft einen ähn­li­chen Pro­te­in­ge­halt, sind aber oft schlech­ter ver­dau­lich. Nichts­des­to­trotz gehö­ren sie in ein gutes Hun­de­fut­ter, denn sie ent­hal­ten vie­le Vit­ami­ne und Mine­ral­stof­fe. Die Leber ist zum Bei­spiel reich an Vit­amin A, soll­te aber nicht in gro­ßen Men­gen gefüt­tert wer­den. Die hoch­wer­tigs­ten Inne­rei­en in der Hun­de­füt­te­rung sind Pan­sen, Blät­ter­ma­gen und Leber.

Das Herz zählt auf­grund sei­ner Beschaf­fen­heit eher zum Mus­kel­fleisch. Herz und Lun­ge sind nicht so nähr­stoff­reich wie ande­re Inne­rei­en. Auf die Füt­te­rung hor­mon­pro­du­zie­ren­der Orga­ne (wie Milz oder Schild­drü­se) soll­te ver­zich­tet wer­den. Die Nie­ren als Ent­gif­tungs­or­gan soll­te wenn über­haupt nur in klei­nen Men­gen gege­ben wer­den, da sich hier unge­sun­de Stof­fe anrei­chern kön­nen.

Auch Käse, Quark, Joghurt und gekoch­te Eier inklu­si­ve Scha­le sind gute Eiweiß- und Kal­zi­um­lie­fe­ran­ten und dür­fen im Hun­de­fut­ter ent­hal­ten sein. Die in Milch­pro­duk­ten ent­hal­te­ne Lak­to­se wird aller­dings nicht von allen Hun­den ver­tra­gen.

Getrei­de ist wohl die umstrit­tens­te Kom­po­nen­te im Hun­de­fut­ter, da es all­er­gie­aus­lö­send und unge­sund für Hun­de gilt. Die meis­ten Hun­de kom­men aller­dings sehr gut damit zurecht. Gegen einen Anteil an hoch­wer­ti­gem Getrei­de im Hun­de­fut­ter ist also nichts ein­zu­wen­den, falls bei Dei­nem Hund kei­ne All­er­gie oder Unver­träg­lich­keit vor­liegt. Aller­dings wer­den „Bäcke­rei­er­zeug­nis­se oder Bäckerei­n­e­ben­er­zeig­nis­se“ (Erzeug­nis­se aus der Her­stel­lung von Back­wa­ren) oft bil­li­gem Hun­de­fut­ter hin­zu­ge­fügt. Die­se Getreide(abfall)produkte die­nen ledig­lich als bil­li­ger Füll­stoff und haben nichts mit einer hoch­wer­ti­gen Hun­de­er­näh­rung zu tun.

Auch Zucker und Hefe­ex­trakt (Glut­amat) gehö­ren nicht in ein gesun­des Hun­de­fut­ter. Zucker wird auch ger­ne hin­ter den Zuta­ten Rüben­ex­trakt oder Rüben­schnit­zel ver­steckt. Wobei es die­se Inhalts­stof­fe auch ent­zu­ckert gibt.

In gesun­dem Hun­de­fut­ter soll­ten natür­lich auch kei­ne Kon­ser­vie­rungs­stof­fe (wie bei­spiels­wei­se BHT und BTA), Eth­oxy­quin, Farb- oder Lock­stof­fe ent­hal­ten sein.

Kalt­ge­press­te Öle ent­hal­ten wich­ti­ge essen­zi­el­le Fett­säu­ren und sind daher wich­tig für die gesun­de Hun­de­er­näh­rung. Lachs­öl, Lein­öl, Oli­ven­öl, Hanf­öl, Sesam­öl und Schwarz­küm­mel­öl sind für Hun­de beson­ders gut geeig­net. Auf die Füt­te­rung von Dis­tel­öl, Kokos­öl und Mais­kern­öl soll­test Du bei Hun­den lie­ber ver­zich­ten. Letz­te­re haben ent­we­der für Hun­de ein ungüns­ti­ges Ver­hält­nis von gesät­tig­ten zu unge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, oder sie ste­hen im Ver­dacht Krank­hei­ten und All­er­gien aus­zu­lö­sen

Ana­ly­ti­sche Bestand­tei­le der Hun­de­nah­rung

Die Lis­te der ana­ly­ti­schen Bestand­tei­le gibt die jewei­li­ge Men­ge an Roh­pro­te­in, Roh­fett, Roh­a­sche, Roh­fa­ser, Zusatz­stof­fen und die Feuch­te eines Hun­de­fut­ters an.

Der Anteil an Roh­pro­te­in lässt Rück­schlüs­se auf die im Hun­de­fut­ter ent­hal­te­nen Pro­te­ine (Eiwei­ße) zu. Ein gutes Hun­de­fut­ter für einen durch­schnitt­li­chen Hund soll­te einen Anteil an Roh­pro­te­in zwi­schen etwa 20 und 30 % haben.

Als Roh­fett wer­den die im Hun­de­fut­ter ent­hal­te­nen Öle, Fet­te und fett­ähn­li­chen Bestand­tei­le tie­ri­schen und pflanz­li­chen Ursprungs bezeich­net. Es ist wich­tig, das das Hun­de­fut­ter einen Min­dest­ge­halt an Fet­ten hat, da der Hund nur so fett­lös­li­che Vit­ami­ne ver­wer­ten kann. Außer­dem kann er essen­zi­el­le Fett­säu­ren nicht selbst her­stel­len und muss die­se somit über die Nah­rung auf­neh­men. Der Anteil an Roh­fett im Hun­de­fut­ter soll­te etwa zwi­schen 5 und 13% lie­gen.

Der Roh­a­sche­an­teil ist der Anteil der bei der Ver­bren­nung aller orga­ni­schen Antei­le des Hun­de­fut­ters übrig blei­ben wür­de und umfasst Mine­ral­stof­fe (wie Kali­um, Kal­zi­um und Magne­si­um), Spu­ren­ele­men­te, aber auch Sand. Ein gewis­ser Anteil an Roh­a­sche (etwa 4 bis 7%)  im Hun­de­fut­ter ist wich­tig, da der Hund die dar­in ent­hal­te­nen Mine­ral­stof­fe braucht.

Unter Roh­fa­sern ver­steht man die im Hun­de­fut­ter ent­hal­te­nen Bal­last­stof­fe. Die­se unver­dau­li­chen Pflan­zen­be­stand­tei­le sind wich­tig für eine gesun­de Ver­dau­ung Dei­nes Hun­des. Der Anteil an Roh­fa­sern soll­te bei einem guten Hun­de­fut­ter etwa zwi­schen 2 und 4% lie­gen.

Liegt der Was­ser­ge­halt eines Hun­de­fut­ters über 14% muss die Feuch­te eben­falls ange­ge­ben wer­den. Die Feuch­te spielt eine wich­ti­ge Rol­le, um die ande­ren ange­ge­be­nen Wer­te rich­tig ein­schät­zen und ver­glei­chen zu kön­nen. Der Feuch­tig­keits­ge­halt muss näm­lich her­aus­ge­rech­net wer­den. Denn nur auf Basis der ver­blei­ben­den Tro­cken­mas­se kannst Du ver­schie­de­nes Hun­de­fut­ter mit­ein­an­der ver­glei­chen. Rechen­bei­spiel: Liegt der Feuch­tig­keits­an­teil eines Hun­de­fut­ters bei 80% (Tro­cken­mas­se = 20%) ent­spricht der ange­ge­be­ne Anteil der Roh­a­sche (1,8%) einem Anteil von 9% der Tro­cken­mas­se.

Das Kal­zi­um-Phos­phor-Ver­hält­nis eines Hun­de­fut­ters soll­te bei min­des­tens 1:1 lie­gen, noch bes­ser wären in etwa 1,5:1.

Roh­füt­te­rung (BARF) und selbst gekoch­tes Hun­de­fut­ter

Auf­grund ver­gan­ge­ner Fut­ter­mit­tel­skan­da­le, teil­wei­se man­geln­der Trans­pa­renz bei der Zusam­men­set­zung und Her­stel­lung von Fer­tig­hun­de­fut­ter und dem Bestre­ben nach einer mög­lichst natür­li­chen und gesun­den Ernäh­rung ihres Hun­des, kochen vie­le Hun­de­be­sit­zer ihr Hun­de­fut­ter lie­ber selbst oder BAR­Fen ihren Hund mit selbst zusam­men­ge­stell­tem Roh­fut­ter.

Stellst Du Dein Hun­de­fut­ter selbst zusam­men, hast Du natür­lich viel bes­se­re Kon­trol­le dar­über was in wel­cher Qua­li­tät im Napf Dei­nes Hun­des lan­det. Vor allem, wenn Dein Hund gesund­heit­li­che Pro­ble­me, Unver­träg­lich­kei­ten oder All­er­gien hat, kann das beson­ders sinn­voll sein. 

Aller­dings brauchst Du unbe­dingt tie­fer gehen­de Kennt­nis­se im Bereich Hun­de­er­näh­rung, damit Du ein bedarfs­ge­rech­tes Fut­ter für Dei­nen Hund selbst zusam­men­stel­len kannst. Ansons­ten kön­nen Man­gel­er­schei­nun­gen oder Über­ver­sor­gun­gen auf­tre­ten, die sich nega­tiv auf die Gesund­heit Dei­nes Hun­des aus­wir­ken kön­nen.

Außer­dem ist die­se Art der Füt­te­rung natür­lich deut­lich auf­wen­di­ger, als die Füt­te­rung von Fer­tig­fut­ter. Die Füt­te­rung mit Fer­tig­fut­ter ist in der Regel auch deut­lich güns­ti­ger als die­se Vari­an­te der Füt­te­rung.

Wie Du fest­stel­len kannst, ob Dein Hund mit allem ver­sorgt wird das er braucht, erfährst Du in die­sem Video:

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BARF — Roh­füt­te­rung

BARF steht für biolo­gisch artge­rech­tes rohes Futter und ist eine Ernäh­rungs­me­tho­de, bei der Hun­de aus­schließ­lich mit natur­be­las­se­nem Fut­ter gefüt­tert wer­den. Auf dem Spei­se­plan der Hun­de ste­hen also rohes Fleisch, roher Fisch, fri­sche Inne­rei­en, Kno­chen und je nach Vari­an­te auch rohes Gemü­se, Obst, Kräu­ter und kalt­ge­press­te Öle. Meist wer­den noch spe­zi­el­le Fut­ter­zu­sät­ze hin­zu gege­ben, um die Hun­de mit allen Nähr­stof­fen zu ver­sor­gen, die sie brau­chen. Ver­ar­bei­te­tes und erhitz­tes Fer­tig­fut­ter wie oben beschrie­ben kommt bei die­ser Art der Hun­de­er­näh­rung nicht in den Fut­ter­napf.

Die­se Art der Füt­te­rung ist der natür­li­chen Ernäh­rung von Wöl­fen und Wild­hun­den nach­emp­fun­den und soll die natür­lichs­te Art der Hun­de­er­näh­rung sein.

Rohfütterung BARF
Beim BAR­Fen lan­det rohes Fleisch im Fut­ter­napf

Obwohl sich die­se Ernäh­rungs­me­tho­de gera­de in den letz­ten Jah­ren zum Trend ent­wi­ckelt hat und vie­le Hun­de­be­sit­zer auf die­se Metho­de schwö­ren, ist sie nicht unum­strit­ten. Ein gro­ßes Pro­blem ist die Hygie­ne. Durch die Füt­te­rung von rohem Fleisch kön­nen sogar Krank­hei­ten über­tra­gen wer­den, die für Hund und Mensch ein Pro­blem dar­stel­len kön­nen. Außer­dem kann gera­de der Ver­zehr von Kno­chen beim Hund Ver­stop­fun­gen aus­lö­sen und durch das Kau­en auf har­ten Kno­chen kön­nen Zahn­schä­den ver­ur­sacht wer­den. Außer­dem ist es für den Lai­en ohne Fach­wis­sen schwie­rig, eine bedarfs­ge­rech­te Rati­on für den jewei­li­gen Hund zusam­men­zu­stel­len.

Bedarfs­ge­rech­tes BAR­Fen erfor­dert Kennt­nis­se in der Hun­de­er­näh­rung und auch in der Fut­ter­mit­tel­kun­de. Falls Du Dich fürs BAR­Fen ent­schei­dest, soll­test Du unbe­dingt einen Exper­ten zu Rate zie­hen. Hier­für kom­men bei­spiels­wei­se spe­zia­li­sier­te Tier­arzt in Fra­ge, die Dir einen Fut­ter­plan für Dei­nen Hund erstel­len kön­nen. Näh­re Infor­ma­tio­nen fin­dest Du auch auf unse­re Sei­te „Hun­de­bü­chern übers BAR­Fen“ oder im kos­ten­lo­sen B.A.R.F. E‑Book der Dog­tisch Aca­de­my* mit 12 Rezep­ten zum Nach­ma­chen, die von zer­ti­fi­zier­ten Hun­de­er­näh­rungs­be­ra­tern zusam­men­ge­stellt wur­den.

Wenn Du mehr zum The­ma BARF erfah­ren möch­test, emp­feh­len wir Dir fol­gen­den Online Kurs:

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Möch­test Du die Füt­te­rung Dei­nes Hun­des auf die Roh­füt­te­rung umstel­len, muss dies unbe­dingt lang­sam erfol­gen. Der Ver­dau­ungs­ap­pa­rat Dei­nes Hun­des ähnelt zwar im wesent­li­chen dem sei­ner wil­den Vor­fah­ren, ist er aber an ande­re Kost gewöhnt und ange­passt, muss er lang­sam auf die neue Ernäh­rungs­me­tho­de umge­stellt wer­den.

Mitt­ler­wei­le gibt es vie­le Zuta­ten fürs BAR­Fen auch tro­cken oder tief­ge­fro­ren zu kau­fen. Bei gefro­re­nem Fleisch wer­den die hygie­ni­schen Beden­ken durchs zügi­ge Ein­frie­ren nach der Schlach­tung der Fut­ter­tie­re etwas gemil­dert. Aller­dings darf die Kühl­ket­te natür­lich nicht unter­bro­chen wer­den. Sogar fer­tig zusam­men­ge­stell­te abge­pack­te BARF-Ratio­nen in Beu­teln sind mitt­ler­wei­le im Han­del erhält­lich.

Emp­feh­lens­wer­tes BARF-Fleisch:

Emp­feh­lens­wer­te BARF-Zuta­ten:

Emp­feh­lens­wer­te BARF-Zusät­ze:

Emp­feh­lens­wer­te BARF Fer­tig­me­nüs:

Emp­feh­lens­wer­te BARF Öle:

Selbst gekoch­tes Hun­de­fut­ter

Selbst gekoch­tes Hun­de­fut­ter kommt bei den meis­ten Hun­den sehr gut an. Es kann sowohl als Ergän­zung zu Fer­tig­fut­ter, als auch als Allein­fut­ter genutzt wer­den.

Wie beim BAR­Fen sind hier unbe­dingt Kennt­nis­se in der Hun­de­er­näh­rung und auch in der Fut­ter­mit­tel­kun­de not­wen­dig, um einen bedarfs­ge­rech­ten Spei­se­plan für Dei­nen Hund zu erstel­len. Nur so kann ein Man­gel oder eine Über­ver­sor­gung mit bestimm­ten Stof­fen und damit ver­bun­de­ne gesund­heit­li­che Pro­ble­me ver­hin­dert wer­den.

Selbst gekoch­tes für den Hund hat gegen­über dem BAR­Fen den Vor­teil, dass durch den Koch­vor­gang Kei­me in der Regel kom­plett abge­tö­tet wer­den und so kei­ne Krank­hei­ten auf Hund oder Mensch über­tra­gen wer­den kön­nen.

Hundefutter selbst kochen
Hun­de­fut­ter kann auch selbst gekocht wer­den

Unse­re heu­ti­gen Hun­de haben im Gegen­satz zu ihren wild­le­ben­den Ver­wand­ten im Lau­fe ihrer Domes­ti­ka­ti­on die Fähig­keit erwor­ben, Stär­ke bes­ser zu ver­wer­ten. Durch das Kochen von pflanz­li­cher Kost, kann die­se in der Regel noch bes­ser ver­wer­tet wer­den. Vie­le Hun­de ver­tra­gen gekoch­tes Obst, Gemü­se und Getrei­de sogar deut­lich bes­ser als roh.

Gares Fleisch ent­hält in der Regel weni­ger Nähr­wert als rohes, was in der Rati­ons­be­rech­nung berück­sich­tigt wer­den soll­te. Kno­chen soll­ten übri­gens nicht erhitzt wer­den, da sie dadurch ihre Struk­tur ver­än­dern und split­tern kön­nen.

Natür­lich kannst Du Gekoch­tes Hun­de­fut­ter auch mit rohem Gemü­se und Obst kom­bi­nie­ren. Wird Obst und Gemü­se roh ver­füt­tert, soll­te es aller­dings für eine gute Ver­dau­lich­keit zer­klei­nert oder am bes­ten sogar püriert wer­den.

Möch­test Du Hun­de­fut­ter für Dei­nen Hund selbst kochen? Dann fin­dest Du wei­te­re span­nen­de Infos und Rezep­te hier oder bei unse­ren Hun­de­bü­chern.

Wie oft soll­te ich mei­nen Hund am Tag füt­tern?

Wie oft Du Dei­nen Hund füt­tern soll­test, kommt auf die Men­ge des Hun­de­fut­ters an, die Dein Hund am Tag zu sich neh­men muss, um sei­nen indi­vi­du­el­len Bedarf an Nähr­stof­fen zu decken. Je Grö­ßer die Fut­ter­men­ge, auf des­to mehr Por­tio­nen am Tag soll­test Du sie ver­tei­len.

Ein durch­schnitt­li­cher Hund soll­te zwi­schen ein und drei­mal am Tag gefüt­tert wer­den. Für Hun­de die grö­ße­re Fut­ter­men­gen bekom­men, wie bei­spiels­wei­se Wel­pen, tra­gen­de Hün­din­nen oder Sport­hun­de kann auch eine häu­fi­ge­re Füt­te­rung sinn­voll sein. Wel­pen bekom­men oft drei bis fünf mal am Tag Fut­ter.

Hun­de sind Gewohn­heits­tie­re, daher kön­nen fes­te Füt­te­rungs­zei­ten für Dei­nen Hund sinn­voll sein.

Vege­ta­ri­sches oder vega­nes Hun­de­fut­ter

Nicht nur bei Men­schen liegt die fleisch­lo­se Ernäh­rung im Trend. Mitt­ler­wei­le gibt es auch vege­ta­ri­sches und sogar vega­nes Hun­de­fut­ter. Vege­ta­ri­sches Fut­ter kommt ganz ohne Fleisch aus und ver­sorgt Dei­nen Hund trotz­dem mit allen Nähr­stof­fen, die er braucht. Vega­nes Hun­de­fut­ter ent­hält neben Fleisch auch kei­ne ande­ren tie­ri­schen Pro­duk­te wie bei­spiels­wei­se Eier und Milch und ver­sorgt Dei­nen Hund damit rein pflanz­lich.

Für Hun­de, die wegen einer All­er­gie oder Unver­träg­lich­keit kein Fleisch ver­tra­gen, ist die vege­ta­ri­sche oder vega­ne Ernäh­rung auf jeden Fall eine ernst­zu­neh­men­de Alter­na­ti­ve.

Ob die­se bei­den Ernäh­rungs­for­men art­ge­recht und gesund für nor­ma­le Hun­de sind, ist umstrit­ten. Falls Du Dei­nen Hund auf eine vege­ta­ri­sche oder vega­ne Ernäh­rung umstel­len möch­test, soll­test Du Dich vor­her aus­führ­lich von einem Exper­ten bera­ten las­sen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur vege­ta­ri­schen und vega­nen Hun­de­er­näh­rung fin­dest Du in die­sem Video:

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Emp­feh­lens­wer­tes vege­ta­ri­sches und vega­nes Hun­de­fut­ter:

Hun­de­fut­ter aus Insek­ten

Mitt­ler­wei­le gibt es sogar Insek­ten­hun­de­fut­ter. In die­sem Fut­ter wird die Pro­te­in­quel­le Fleisch durch Insek­ten ersetzt. Hun­de­fut­ter aus Insek­ten kann vor allem hypo­all­er­gen Hun­den mit Fut­ter­mit­tel­un­ver­träg­lich­kei­ten hel­fen ein Hun­de­fut­ter zu fin­den, die sie ohne Beschwer­den zu sich neh­men kön­nen.

Außer­dem ist die­ses Hun­de­fut­ter umwelt­scho­nen­der als nor­ma­les Fut­ter aus Fleisch. Die Fleisch­pro­duk­ti­on belas­test unse­re Umwelt näm­lich erheb­lich. Die Her­stel­lung von Hun­de­fut­ter aus Insek­ten ist deut­lich umwelt­scho­nen­der und kann somit einen Bei­trag zum Kli­ma­schutz leis­ten.

Ob die­se Ernäh­rungs­form art­ge­recht und gesund für Hun­de ist, ist eben­falls umstrit­ten. Falls Du Dei­nen Hund auf Hun­de­fut­ter aus Insek­ten umstel­len möch­test, soll­test Du Dich vor­her am bes­ten von einem Exper­ten bera­ten las­sen.

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Christina Williger

Christina Williger
Ernährungsberaterin für Hunde & Katzen, Gründerin

Im Laufe meines Lebens hatte (und habe) ich schon unzählige Haustiere. Zudem war ich fast 20 Jahre lang im Pferdesport sowie im Hundesport aktiv. Meine Tierliebe veranlasste mich dazu, als Bloggerin & Autorin im Heimtierbereich tätig zu werden und meine langjährigen Erfahrungen und mein umfangreiches Wissen über Tiere mit anderen zu teilen. Inspiriert durch die gesundheitlichen Herausforderungen meines Hundes Aragon habe ich mich außerdem zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen weitergebildet. Mit meinen Büchern und Blogs möchte ich das Bewusstsein für die Bedürfnisse unserer Haustiere schärfen, deren Lebensqualität nachhaltig verbessern und so zu einem harmonischeren Zusammenleben von Mensch und Tier beitragen.